Mit der Entwicklung der gesamten IT haben sich immer mehr Möglichkeiten entwickelt Software zu programmieren. Von sogenannten Hochsprachen, die im wahrsten Sinne des Wortes die hohe Kunst der Programmierung darstellen, bis zu Scriptsprachen, die sich perfekt dafür eignen unkompliziert und direkt einige automatisierte Abläufe abzubilden, gibt es einige Sprachen, derer man sich bedienen kann. Für bestimmte Aufgaben und Anwendungszwecke eignen sich die einen Sprachen eher, für andere Aufgaben sind bestimmte Programmiersprachen unverzichtbar. Je nach Aufgabe und Art der Software muss auch entschieden werden, welche Programmiersprache verwendet werden soll. Denn jede Sprache hat ihre Vor- und Nachteile.
Moderne Objektorientierung
Das Zauberwort der aktuellen Programmiersprachenentwicklung lautet Objektorientierung. Für diese Art der Programmierung eignen sich besonders moderne Sprachen wie C# und Java. Doch was bedeutet Objektorientierung eigentlich? Ursprünglich bestand der Sinn in einer Programmiersprache darin, dem Computer mitzuteilen, welche Anweisungen er wann und wie abzuarbeiten hat. Tatsächlich noch zu finden ist diese Art der Programmierung bei Assembly-Code. Das ist die Computersprache, abhängig von der Plattform und dem Prozessor, in den jede Software übersetzt wird. Diese Arbeit übernimmt bei allen gängigen Sprachen der Compiler. Moderne Programmierung funktioniert sozusagen genau gegenteilig. Bei der Objektorientierung wird nicht darauf geachtet, Anweisungen abzuarbeiten, sondern es wird ein fachliches System abgebildet, welches aus der Realität kommt. Dinge, mit denen in der Software etwas getan werden soll, werden zu Objekten. Diese Objekte haben Eigenschaften und können miteinander verknüpft sein. Durch Methoden werden die Objekte verändert oder Funktionen abgearbeitet.
Deklarative Programmierung
Doch auch in Zeiten der modernen Programmiersprachen ist es nach wie vor besonders im technischen und im wissenschaftlichen Bereich üblich und notwendig, deklarativ zu arbeiten. Das bedeutet, in der Programmiersprache wird Wert auf die eindeutige Anweisungsfolge gelegt. Nur so können sauber und lesbar technische Prozesse dargestellt werden. Deshalb werden in diesen Bereichen oft Programmiersprachen wie Delphi, C++ oder auch Fortran benutzt. Viele dieser Sprachen gelten in der modernen Softwareprogrammierung als veraltet, was jedoch nicht genau den Kern der Sache trifft. Sie können zwar nicht so schnell und direkt alltägliche Prozesse in einer Software abbilden, sie sind jedoch strikter und besser beeinflussbar als moderne Sprachen, in denen einige Aspekte einer Software automatisch verwaltet werden. Für kleinere Aufgaben wie automatische PC-Überwachungen, kleinere Datenverwaltungen und immer wiederkehrende Aufgaben eigenen sich Skripte zum Beispiel in Visual Basic. Sie überzeugen durch ihre Einfachheit und sind daher auch für Anfänger leicht zu programmieren.
Für jeden die richtige Sprache
Die Möglichkeiten, eine Software zu entwerfen, sind also vielfältig und in keinster Weise eingeschränkt. Die Wahl auf eine bestimmte Programmiersprache wird daher immer von zwei entscheidenden Faktoren beeinflusst. Zum einen besteht eine konkrete Aufgabenstellung, die die Art der Softwarearchitektur bestimmt. Will man ein modernes, internetfähiges System zur Datenverwaltung programmieren, so sind die modernen, objektorientierten Sprachen wie C# und Java besonders gut geeignet. Will man jedoch einen Mikrochip steuern, so sind deklarative Sprachen wie C++ oder Python wesentlich angebrachter. Hat man sich für eine Architektur entschieden, so zählt bei der konkreten Auswahl der Programmiersprache letztlich die Vorliebe des Programmierers oder die Konvention des Unternehmens.
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